Über die App
Tarot als Zugang zur KI
Tarot Draw — Eine Karte pro Tag. Sich selbst kennenlernen.
Wie bringt man Menschen, die KI nie benutzen, dazu, sie ganz selbstverständlich zu nutzen? Mit dieser Frage fing alles an.
Die Antwort war das Kartenlegen. Wenn man eine Tarotkarte zieht und ihre Symbolik einer KI übergibt, entsteht ein Gespräch, das sich völlig natürlich anfühlt — ganz ohne technisches Vorwissen. Die KI wird zum Spiegel für «wer du heute bist». Aus dieser umgekehrten Logik ist Tarot Draw entstanden.
Zuerst habe ich die App für Android gebaut und sie dann auf iOS portiert. Apple hat sie zweimal abgelehnt, nach Guideline 4.3(b): zu wenig Differenzierung in einer gesättigten Kategorie.
In gewisser Weise hatten die Prüfer recht. Es gibt sehr viele Tarot-Apps. Aber worum es dieser App wirklich geht, ist keine Wahrsagerei, sondern KI-gestützte Selbstreflexion, bei der die Tarotbilder nur der Ausgangspunkt sind.
Um Nutzer ohne den Türsteher eines App Stores zu erreichen, habe ich alles als PWA (Progressive Web App) neu gebaut. Das ist es, was du gerade benutzt.
Die KI-Deutungen sollten sich nicht nach automatisch erzeugtem Text anfühlen. Deshalb habe ich viel Zeit in die Prompts gesteckt.
Drei Dinge sind mir wichtig: keine beängstigenden Prophezeiungen; die Symbolik der Karte ernst nehmen; und etwas zurückgeben, mit dem man arbeiten kann — ein Hinweis für heute, kein Urteil über deine Zukunft.
Erst der einfache Rhythmus, jeden Tag eine Karte zu ziehen, macht langfristige Selbstbeobachtung möglich. Die KI ist Aufzeichnung und Deutungshilfe — nachdenken tust immer noch du.
Tarot Draw wird von naru allein entworfen, entwickelt und betrieben. Über Android, iOS (abgelehnt) und jetzt PWA suche ich weiter nach dem natürlichen Berührungspunkt zwischen Menschen und KI.
Rückmeldungen, Eindrücke und Fehlerberichte sind auf X oder Zenn jederzeit willkommen.